Radtour durchs Ruhrgebiet 9.-12. Juni

„Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser als man glaubt.“ Herbert Grönemeyer bescherte mit diesem Song seiner Heimatstadt Bochum eine inoffizielle Hymne. Diese Stadt Bochum ist der Beginn der Radtour durch das
Ruhrgebiet. Eine Metropolregion mit 5 Millionen Einwohner, die nach Paris und London die drittgrößte der EU ist. An der
Jahrhunderthalle, ein unter Denkmalschutz stehendes Industriegebäude in Bochum, entladen wir den Radanhänger.

Wir radeln auf einer ehemaligen Erzbahntrasse in Richtung Gelsenkirchen, unterwegs machen wir einen Halt an der „Himmelsleiter“, einer von 170 Halden im Ruhrgebiet, die in Folge des Bergbaus über Jahrzehnte entstanden. Hier genießen
wir einen großartigen Blick über das Ruhrgebiet. In der Ferne sehen wir unser nächstes Ziel, die Arena auf Schalke. An
der Veltins-Arena, wie sie offiziell genannt wird, serviert unser Busfahrer das Mittagessen.

Der weitere Weg führt entlang des Rhein-Herne Kanals in Richtung Essen. Doch vor unserem Zielort treffen wir auf eine
der größten Zechenanlagen, der „Zeche Zollverein, mit der Kokerei Zollverein“. An der Kokerei gibt es die Möglichkeit einer
geführten Besichtigung. Bis zu unserem Hotel, das 4 Sterne Welcome, direkt im Zentrum von Essen, ist es nicht mehr
weit. Essen, ein bedeutender Industrie- und Wirtschaftsstandort mit Sitz bekannter Großunternehmen, gilt als heimliche
Hauptstadt des Ruhrgebietes.

Am folgenden Tag verlassen wir das Ruhrgebiet. Mit den Rädern im Anhänger, fährt der Bus uns ins Rheinland nach Düsseldorf. Im Stadtteil Gerresheim beginnt unsere Tour rund um Düsseldorf. Die Strecke verläuft durch das Naturschutzgebiet „Forst Eller“, Schlosspark Eller mit Schloss. Der nächste Stop ist das „Familien Grab der Toten
Hosen“. Die Düsseldorfer Musikgruppe, die Toten Hosen, („Tage wie diese…“) hat ihrenm ehemaligen verstorbenen Manager und sich ein Denkmal gesetzt.
Nach der Rast führt die Strecke uns in Richtung Innenstadt. Hier ist eine Pause zum Erkunden vorgesehen. Dort erwartet
uns die Königsallee zum Schauen und Shoppen und die Altstadt zum Bummeln. Auch die Rheinterrassen haben ihren
Reiz. Anschließend fährt uns der Bus zurück ins Hotel.

Am nächsten Tag hat uns das Ruhrgebiet wieder. Vom Rheinpark ,ein ehemals von der Schwerindustrie genutztes Gelände,
heute Wohngebiet und Freizeitanlage, startet die Tour. Die Strecke führt über die „Brücke der Solidarität“ zur linken
Rheinseite. Die Brücke erlangte am 10. Dezember 1987 bundesweite Aufmerksamkeit, als Arbeiter aus Protest gegen die Schließung des Krupp Stahlwerkes in Rheinhausen die Brücke besetzten. Direkt am Rhein entlang führt der Weg zur nächsten Rheinbrücke. Am Weg erinnern Schilder, wie „Vorsicht Schwefelsäure“, das vor Zeiten dort Industriebetrieb herrschte. Heute ist der ehemalige Standort des Krupp Stahlwerkes im Stadtteil Rheinhausen ein Handel- und Dienstleistungszentrum. Über die Friederich Ebertbrücke erreichen wir den Stadtteil Ruhrort, ein Teil des Duisburger
Binnenhafens. Der Duisburger Binnenhafen ist der größte Binnenhafen Europas.
Unser Ziel zum Mittag ist der Innenhafen. Bis Mitte der 1960er Jahre war dieser ein bedeutender Hafen- und Handelsplatz,
heute Kultur- und Freizeitzentrum mitten in Duisburg. Immer an der Ruhr entlang erreichen wir die Wissensstadt Mühlheim an der Ruhr. Der weitere Weg verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse, dann durch den Grugapark entlang der Rüttenscheiderstraße, sie ist die Königsallee Essens und führt uns dann zum Hotel.

Am letzten Tag starten wir am Hotel in Richtung Oberhausen zum Gasometer. Dieses monströse Bauwerk war bis 1988 ein
Speicher für energetisch hochwertiges Kokereigas. Nach der Stilllegung sollte der Speicher zunächst abgerissen werden,
wurde aber dann von der Stadt Oberhausen gekauft und zu Europas höchster Ausstellungshalle umgebaut. Wir überqueren den Rhein-Herne Kanal an der Rehberger- Brücke und dann die Emscher, die in diesem Reiseabschnitt
parallel zum Kanal verläuft. Bis um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, war die Emscher der schmutzigste
Fluss Deutschlands. Im Volksmund auch als Köttelbach bezeichnet. Das änderte sich mit dem ökologischen Umbau und
Renaturierung des Flussbettes. Auch das Konzept des Emscher Parks wurde verwirklicht. Auf der Strecke Richtung Bottrop
treffen wir auf weitere Sehenswürdigkeiten. Vom Tetraeder in Bottrop genießen wir noch einen Blick über das Ruhrgebiet.
Die Heimreise beginnt. Weitere Infos geben Claus Mahnken und Rainer Hinrichs.

Leistungen:
* Fahrt im modernen Fernreisebus mit WC, Klimaanlage und Bordküche
* Fahrradbeförderung im Fahrradanhänger
* 3 x Übernachtung
* 3 x Frühstücksbüffet
* 3 x Abendessen
* Stornoschutz ohne Selbstbehalt
* Preis pro Person im Doppelzimmer: 359 € – Einzelzimmerzuschlag: 63 €
* Anmeldeschluss: 31. März 2022
* Anmeldung an: Claus Mahnken, Tel. 04205 /1462
* Verladen der Räder: 6 Uhr in der Logerstrasse
* Start: 6.30 Uhr

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Termine, Freizeiten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.